Fünf DM Titel für die TSG! Erfolge für den Nachwuchs bei der Landesmeisterschaft

Fünf Deutsche Meistertitel für die TSG bei den Deutschen Rennkajak-Meisterschaften in Brandenburg an der Havel

Ende August fanden in Brandenburg an der Havel die Deutschen Meisterschaften der Rennkanuten in allen Altersklassen statt. Dabei gewannen zwei Kanuten der TSG insgesamt 5 deutsche Meistertitel, was bisher der größte Erfolg der Kanuabteilung darstellt.

Yannik Pflugfelder – Deutscher Meister in K4 auf 1.000m

Der für die KG Essen startende Yannik Pflugfelder konnte seinen letztjährigen Meistertitel im K4 über 1.000m mit seinen international erfahrenen Partnern – Max Rendschmidt, Tobias-Pascal Schulz und Nico Paufler – verteidigen. Nach einem packenden Finish konnte das Quartett das Boot aus Potsdam abfangen und als Erster die Ziellinie überqueren.

Im Vierkajak der Herren Leistungsklasse über 500m wurde Yannik denkbar knapp Deutscher Vizemeister. Das von Max Rendschmidt, dem Schlagmann des Deutschland-Vierers, angeführte Boot aus Essen wurde nach einem packenden Zweikampf kurz vor der Ziellinie vom starken Potsdamer Vierer mit den amtierenden Weltmeistern Hiller und Großmann abgefangen.

Im Zweierkajak der Herren über 1000m fuhr Yannik und sein Partner Nico Paufler nach einem starken Rennen und mit einer absoluten Spitzenzeit knapp an der Bronzemedaille vorbei. Im Zweierkajak ebenfalls mit dem Essener Nico Paufler erreichte er hinter einigen amtierenden Welt- und Europameistern im Zweierkajak über 500m einen hervorragenden 5. Platz. Auf der abschließenden Langstrecke über 5000m fuhr Yannik Pflugfelder ein taktisch kluges Rennen und konnte sich bis kurz vor Schluss auf dem Bronzerang halten. Im Endspurt musste er sich jedoch dem Marathonspezialisten Marcel Paufler aus Bremen geschlagen geben und wurde erneut Vierter.

Yannik Pflugfelder – erneut Deutscher Meister im Vierer, sitzend rechts

Julian Schmiech 4xGold in den Mannschaftsbooten in der Jugendklasse

Julian Schmiech war mit vier Meister- und zwei Vizemeistertiteln einer der überragenden Athleten bei den diesjährigen Deutschen Meisterschaften im Kanurennsport. Der 16-jährige Paddler der TSG und sein bayrischer Dauerkonkurrent Vincent Hoiß dominierten die Rennen der Jugendklasse und machten bis auf den Einerkajak im Sprint sämtliche Siege unter sich aus.

Im Einer-Kajak über 500 m gewann in einem harten Rennen Hoiß knapp vor Schmiech. Im Zweier-Kajak über dieselbe Distanz konnte Julian Schmiech mit seinem Koblenzer Partner Jaron Schulz das restliche Feld schon vom Start an hinter sich lassen und bauten die Führung auf die zweitplatzierten Berliner und das Neuburger Boot mit Vincent Hoiß bis zum Schluss auf knapp eine Bootslänge aus. Ähnlich eindrucksvoll gewann Schmiech mit der Renngemeinschaft Baden-Württemberg im Viererkajak über 500 m den deutschen Meistertitel. Schlag für Schlag setzten sich die Baden-Württemberger vom Feld ab und gewannen am Ende ungefährdet mit über einer Sekunde Vorsprung vor den Booten aus Nordrhein-Westfalen und Berlin.

Direkt neben Vincent Hoiß gelegen, versuchte Julian im Einer-Kajak über 500m mit einem beherzten Start die Flucht nach vorne. Auf den ersten 300m konnte Julian einen guten Vorsprung auf Vincent Hoiß herausfahren. Das übrige Feld konnte bei dem angeschlagenen Tempo nicht mithalten. Zum Ende hin musste Julian dem hohen Tempo jedoch Tribut zollen und Vincent kurz vor dem Ziel vorbeiziehen lassen. Mit einer hervorragenden Zeit von 1:45:211 wurde dieser verdienter Deutscher Meister. Julian fuhr knapp dahinter in 1:45:999 über die Ziellinie.

Im Einer-Kajak über 1000 m kam es zum erwarteten Duell zwischen Julian Schmiech und Vincent Hoiß. Julian Schmiech versuchte mit sehr offensiv gefahrenen ersten 500m den frischgebackenen Deutschen Meister über 500m unter Druck zu setzen und konnte sich auch an die Spitze des Feldes setzen. Mit einem unwiderstehlichen Zwischenspurt übernahm Hoiß jedoch bei 750m wieder die Führung. Kurz vor dem Ziel wurde es nochmals spannend, als Julian Schmiech im Endspurt an Hoiß heranfahren konnte. Dieser ließ sich den Sieg aber nicht mehr nehmen und gewann in einer hervorragenden Zeit von 3:45 Minuten und 0,8 Sekunden Vorsprung vor Schmiech.

Im Zweierkajak über 1000m konnte sich Julian Schmiech allerdings revanchieren und gewann mit seinem Würzburger Partner Roan Schulze seinen dritten Deutschen Meistertitel. Bis kurz vor dem Ende lagen Schmiech/Schulze mit einem komfortablen Vorsprung von mehr als einer Bootslänge in Führung und konnten den starken Endspurt des Neuburger Zweiers am Ende eines kräftezehrenden Wettkampftages gerade noch abwehren.

Im letzten Rennen, dem Zweierkajak über die 5000m-Langstrecke gingen die amtierenden Deutschen Kanumarathonmeister Schmiech/Schulze als Favoriten an den Start. Nach einem misslungenen Start musste sich das Duo jedoch noch mühsam an die Spitze kämpfen. Aber schon vor der ersten Wende schafften es die beiden, sich von der Verfolgergruppe zu lösen und einen Vorsprung von fast 15 Metern herauszufahren. Mit einer enormen Kraftanstrengung konnten Schmiech/Schulze den Vorsprung ungefährdet bis ins Ziel halten: Meistertitel Nr.4 für Julian Schmiech.

Beinahe nebenbei gewann Julian Schmiech auch noch den diesjährigen Nationalmannschafts-Cup und nahm den Preis aus den Händen der amtierenden Vize-Weltmeisterin Paulina Paszek entgegen.

Aufgrund seiner überragenden Leistungen wurde Julian Schmiech ins Jugend-Nationalteam für die vom 8. bis 11.09. in Bratislava stattfindenden Olympic Hope Games nominiert.

Julian Schmiech (Position 2 vorderes Boot) wird vierfacher Deutscher Meister

                                                                                                                   

Julian Schmiech überzeugt beim ersten Einsatz in der Jugend-Nationalmannschaft

Vom 08. bis 11.09.2022 fanden in Bratislava die diesjährigen Olympic Hope Games im Kanurennsport statt. Bei den Wettkämpfen der 15- bis 17-Jährigen war mit 801 Aktiven aus 40 Staaten nahezu alles am Start, was im Kanurennsport Rang und Namen hat. Mit dabei auch der frischgebackene vierfache Deutsche Meister Julian Schmiech aus Leingarten. Bei seinem ersten Einsatz im Trikot der deutschen Nationalmannschaft überzeugte er mit einem sehr guten fünften Platz im Einerkajak über 1.000 Meter. Nachdem sowohl Julian wie auch sein Teamkollege Vincent Hoiß über den Vor- und Zwischenlauf souverän das A-Finale erreichen konnten, kam es einmal mehr in diesem Jahr zum direkten Aufeinandertreffen der beiden schnellsten deutschen Kajakspezialisten in der Jugendklasse. Die Fahrer aus Argentinien und Ungarn begannen das Rennen extrem offensiv und konnten sich auf der ersten Hälfte der Strecke bereits deutlich vom restlichen Feld absetzen. Julian und Vincent hielten sich im Mittelfeld, konnten jedoch auf den letzten 300 Metern wieder an die Spitzengruppe heranfahren. Mit einem unwiderstehlichen Endspurt konnte Vincent sogar noch am führenden Ungarn Adam Kaed vorbeiziehen und das Rennen völlig überraschend gewinnen. Julian wurde auf den letzten Metern denkbar knapp von Erkam Usta aus der Türkei überholt und belegte in einem äußerst starken Rennen einen hervorragenden fünften Platz.

Gesundheitlich angeschlagen konnte Julian Schmiech am nächsten Tag im Zweierkajak über 500 Meter zusammen mit Vincent Hoiß zwar das A-Finale erreichen, jedoch nicht in die Medaillenränge vorfahren und belegte immerhin noch einen guten achten Platz. Auch im Viererkajak über 500 Meter konnte sich das Boot in der Besetzung Methner, Schroller, Schulz und Schmiech für das A-Finale qualifizieren und wurde dort Neunter.

Am Ende einer langen Regatta-Saison 2022 steht nun für Julian die Vorbereitung mit knapp 20 Trainingsstunden in der Woche für sein erstes Jahr bei den Junioren an.

Julian Schmiech bei seinem ersten internationalen Einsatz

Zwei erste Plätze bei den Baden-Württembergische Meisterschaften für den Nachwuchs

Bei den Baden-Württembergischen Meisterschaften, die Mitte September im Rheinhafenbecken bei den Karlsruher Rheinbrüdern stattfanden, konnte unsere Kanadierfahrerin Anett Pani im Kanumehrkampf weibliche Schüler B die Goldmedaille gewinnen.

Platz 1 ging auch an Luis Scheu und Pavel Stoyanov im K2 der männlichen Schüler B in ihrem Lauf über 500m

Fabian Schmiech (hinten) und Luis Scheu (vorne)

Drachenbootsaison 2022

FunTäStiGs

Das Jahr 2022 hatte für die FunTäStiGs schon Vorcoronacharakter. Am 24.Juli waren wir mit einem absolut motivierten Team bei unseren Freunden den Broncos KGS in Stuttgart und konnten im Sportbereich auf 200 und 100 m den glorreichen 2. Platz belegen, eine Super Leistung unseres Teams!

Abschluss der Outdoor-Drachenbootsaison war der Monkey Jumble am 08.Oktober in Saarbrücken. Nach 3 Jahren kehrte dieses 11 km lange Rennen wieder an die Saar zurück. 41 Drachenboote starteten in einem Massenstart in dieses heißeste Langstreckenrennen Europas mit 3 Wenden. Eine Herausforderung mit viel Adrenalin und Gänsehaut sowohl für die Steuerleute aber auch für Paddler und Material. Bei Sonnschein und warmen Temperaturen war es am Ende Platz 33 – Verlust von Kopf, Schwanz und Fahne wurde gut weggesteckt. Alle waren glücklich und zufrieden.

Für die Wintersaison planen wir mindestens an einem Indoor- Drachenbootrennen teilzunehmen. Da wir Wasser in jedem Aggregatzustand lieben, geht es dann im Januar ein Wochenende in den Schnee – hier tauschen wir das Holz der Sitzbank mit den Brettern an den Füßen.         

FunTäStiGs beim Monkey Jumble 2022

  

Pink Pearls

Die 5. Wanderfahrt der Pink Pearls fand am 10.-12.06. in Datteln statt. 130 Pinke Paddlerinnen aus ganz Deutschland haben sich dort versammelt und gemeinsam, gepaddelt, gegessen, gefeiert und sich ausgetauscht. Es war eine hervorragend organisierte Veranstaltung, die uns allen sehr viel Spaß gemacht hat.

Weiterhin starteten die Pink Pearls am 3. September in Mülheim beim deutschen Pink-Cup und haben dort auf der Langstrecke den 1.Platz und auf der Kurzstrecke den 4 Platz belegt. Eine tolle Leistung! Bei einer Verlosung stand das Glück ganz auf der Seite unseres Teams. Wir haben das Startgeld für die Regatta am Obersee (Österreich) gewonnen – somit fahren wir nächstes Jahr auf jeden Fall zum 01.06.23 nach Osttirol zum weltweit höchstgelegenen Drachenbootrennen in 2016 m Höhe.

Unsere Pink Pearks – eine tolle Paddelsaison 2022

                                                                                             

SUP – Stand up Paddeln bei der TSG: Neue Freizeitsportgruppe und DM Bronze für Kai Bauer

Seit Juni d. J. gibt es eine neue Sparte in unserer Abteilung – Stand-up Paddling die neue beliebte Wassersportart. Inzwischen hat sich bereits eine nette Gruppe gebildet, die unter Anleitung von Sandra Büttner und unserem ‚Profi`Kai Bauer 1x wöchentlich auf dem Neckar ihre Runden dreht. Wer Interesse hat, kann sich gerne bei uns melden.

Kai Bauer – Bronzemedaille bei den Deutschen SUP-Meisterschaften

Bei den diesjährigen Deutschen SUP-Meisterschaften Ende August beim Kanuclub Radolfzell konnte sich unser „SUP-Experte“ Kai Bauer im Sprint in der Kategorie Master B über 200m bis zum Endlauf durchsetzen. Auch im Finale glückte ihm ein Superlauf und er überquerte die Ziellinie als Dritter. Auch im Technical Race konnte er das Finale erreichen und belegte dort Platz 8. Abschließend erzielte Kai auf der 11,6 km Langstrecke auf dem Bodensee noch einen achtbaren 9. Platz.

Süddeutsche Meisterschaften Kanu-Rennsport 2022

Am letzten Wochenende fanden in Mannheim-Sandhofen unter perfekten Wettkampfbedingungen die diesjährigen Süddeutschen Meisterschaften im Kanurennsport statt. Unter den 37 teilnehmenden Vereinen waren auch die Unterländer Kanurennsportler*innen von der TSG Heilbronn, Union Böckingen und Sport-Union Neckarsulm am Start und zeigten in allen Altersklassen sehr gute Leistungen.

Sechs Wochen vor den nationalen Titelkämpfen stellte Julian Schmiech von der TSG Heilbronn seine anhaltend gute Form unter Beweis und konnte in der Jugendklasse zwei Meister-, sowie drei Vizemeistertitel erringen. Im Einerkajak über 1.000 m, wie auch über 5.000 m war wieder einmal nur der Neuburger Vincent Hoiß etwas schneller. Dafür revanchierte sich Julian in den Mannschaftswettbewerben. Im Zweierkajak über 1.000 m wurde er zusammen mit seinem ukrainischen Partner Marko Klass nach einem offensiv gefahrenen Rennen unangefochten Süddeutscher Meister. Nichts anbrennen lies er auch im Zweierkajak über 500 m mit Jaron Schulz aus Koblenz. Bereits am Start setzten sich die beiden Athleten vom restlichen Feld ab und konnten Ihren Vorsprung im Ziel auf mehr als eine Bootslänge ausbauen. Den erwarteten Sieg konnte Julian im Viererkajak über 500 m nicht einfahren und wurde mit nur 5/100 Sekunden Rückstand im Boot der Renngemeinschaft Baden-Württemberg Vizemeister.

Julian Schmiech im K1

Im Nachwuchsbereich machten sich für Luis Scheu und Fabian Schmiech von der TSG Heilbronn die absolvierten Trainingskilometer mit dem Sieg im Zweierkajak über 500 m in der Altersklasse 10 bezahlt. Im Einerkajak wurde Luis Dritter und Fabian Zweiter. Zudem konnte Fabian über die Langstrecke noch die Bronzemedaille gewinnen.

Im Zweier erfolgreich: Fabian Schmiech und Luis Scheu

Saskia Forbriger von der Union Böckingen präsentierte sich ebenfalls in guter Form und belegte im Kajak-Einer der Damen Junioren über 200 m, wie auch über 1.000 m jeweils einen hervorragenden dritten Platz. Im Zweierkajak über 500 m siegte sie mit ihrer Partnerin Juliane Stein vor dem zweiten Boot der RG Baden-Württemberg.

Bei den Herren Junioren erkämpfte sich Hektor Thim von der Sport-Union Neckarsulm im Einerkajak über 200 m den dritten Platz. Im Zweierkajak über die gleiche Distanz belegte er, wie auch im Viererkajak über 1.000 m den zweiten Platz.

Gold für 135 km Paddeln auf der Weser

Ist das nicht etwas verrückt so lange zu paddeln? Laut Ulf Borschinsky und Axel Schönherr von der TSG Heilbronn ganz und gar nicht. Jedes Jahr Anfang Mai findet der Wesermarathon zwischen Hannoversch Münden und Hameln statt. Das sind 135 km für die längste Strecke. Es geht auch kürzer, je nachdem, welches Ziel die Paddler verfolgen: Bronze, Silber oder Gold.

Ulf und Axel haben es dieses Jahr mit ihren Wanderkanadiern nach rund 14 Stunden geschafft, Rennkanuten – zum Vergleich- schaffen es auch hin und wieder in 11 Stunden. Zum 5. Mal paddelt Ulf schon diesen Marathon und ist immer wieder begeistert von der schönen Landschaft, die den einen oder anderen Schmerz am Körper einfach ignorieren hilft.

Morgens um 6 Uhr ist der offizielle Start am Wesersteig, danach geht es erst eine Weile durch den dichten Frühnebel. Wenn der sich lichtet, wird entlang an grünen Uferwiesen und blühenden Rapsfeldern gepaddelt. Um diese Zeit grasen zu jedermanns Freude die neugeborenen Lämmer am Ufer. Der abwechslungsreiche Ausblick vom Boot ist die große Motivation für beide Wanderpaddler.

Als Vorbereitung für so eine lange Strecke, ist auf jeden Fall regelmäßiges Training notwendig. Am besten ist es vorab mindestens 5 Stunden am Stück paddeln zu üben.

Außerdem ist ein Boot notwendig, in dem man lange sitzen kann, und dass eine gewisse Grundgeschwindigkeit ermöglicht. Essen und Trinken – möglichst stündlich – erledigten die beiden Wanderpaddler während der Fahrt, sonst geht zu viel Zeit verloren.

Laut Ulf und Axel lohnt sich diese Qual, denn die Weser ist ein wunderschöner Fluss. Es bereitete beiden einfach große Freude und viel Spaß.             

Axel und Ulf absolvieren den Wesermarathon

 

                                             

Unsere Drachenbootler in Venedig und Datteln

FunTäStiGs in Venedig

Nach langer Abstinenz waren die FunTäStiGs 2022 mal wieder unterwegs. Venedig stand seit Herbst im Fokus und wurde im Juni umgesetzt. Die Vogalonga (das lange Ruder)- einst eine Demonstation der Gondoliere gegen die motorisierten Wassertaxis- war unser Ziel.

Eine Wanderfahrt von Kajaks, Ruder- und Drachenbooten – startberechtigt sind nur Boote bzw. Wasserfahrzeuge, die mit reiner Muskelkraft fortbewegt werden – mit Start am Markusplatz, dann über den Canal di San Marco vorbei an den Inseln Vignole und Sant’Erasmo. Nach der Insel Burano geht es links ab und nach längerer Fahrt durch die Lagune geht es durch den Kanal der Glasbläserinsel Murano. Über den Canal Grande führt die Fahrt unter der prächtigen Kulisse der mächtigen Rialtobrücke hindurch zurück zum Markusplatz.

Insgesamt waren 1.800 Boote mit 8.000 Teilnehmer am Start. Die gesamte Strecke, die wir vom Einstieg bis Ausstieg zurückgelegt haben waren 47 km. Die hochmotivierte Mannschaft hat alles gegeben. Ein Tag mit viel Wellen, Sonne und vor allem Spaß und Teamgeist ließ manch einen am Abend noch wankend vom Seegang in die für uns reservierte Pizzeria einkehren. Ein Erlebnis der ganz besonderen Art ist die Vogalonga und ja – man wird zum Wiederholungstäter. Vogalonga 2023 mach dich bereit – wir kommen wieder.

FunTäStiGs Team Vogalonga 2022

PinkPearls zur Wanderfahrt in Datteln

Vom 10. – 12. Juni fand die inzwischen 5. Wanderfahrt der Pink Paddler (Paddeln gegen Brustkrebs) des Deutschen Kanu-Verbandes statt. Nach zweijähriger Coronapause sind 11 Frauen der Pink Pearls aus Heilbronn der Einladung des KEL Kanuten Emscher-Lippe Datteln e. V zur Wanderfahrt gefolgt. Bei vielen Pink Paddlern war die Lust auf ein Zusammentreffen ebenfalls riesig und so trafen sich insgesamt 120 Teilnehmer*innen aus mehr als 10 Pink-Gruppen aus Deutschland.

Unter dem Motto „Ruhrpott“ war das liebevoll und vielseitig gestaltete Programm in eine Nacht-, Früh- und Mittagschicht unterteilt.
Nach einer ersten Begrüßung am Freitagabend und einem gemeinsamen Abendessen sind wir die Nachtschicht um 22 Uhr zu einer beeindruckend stimmungsvollen Nachtfahrt auf dem Wesel-Datteln-Kanal gestartet. Am Samstag ging es dann in der Frühschicht nach einem gemeinsamen Frühstück in sechs buntgemischten Drachenbooten vorbei an der Industriekultur des Ruhrgebietes.

Nirgendwo sonst treffen vier so bedeutende Wasserstraßen/Schifffahrtswege aufeinander wie hier in Datteln: in Nord-Süd-Richtung der Dortmund-Ems-Kanal mit seinen zwei Armen nach Dortmund und zur Nordsee, der Rhein-Herne-Kanal in Richtung Duisburg, der Datteln-Hamm-Kanal und der Wesel-Datteln-Kanal.
Nach einer Wellenfahrt über das Dattelner Meer (so heißt die Wasserfläche der Stadt, wo Wesel-Datteln- und Dortmund-Ems-Kanal zusammentreffen)
wurden wir am Schleusenpark Henrichenburg von einem Bergmannschor in Empfang genommen.

Zum Abschluss wurden wir am Samstagabend vom Team des KEL noch einmal verwöhnt und nach einem gemeinsamen Abendessen gab es die Möglichkeit zum Austausch und Knüpfen neuer Kontakte. Am Sonntag ging es dann wieder mit der Bahn zurück – im Gepäck viele schöne Erinnerungen mit wunderbaren Begegnungen. Wir freuen uns auf die nächste Wanderfahrt und ein gesundes Wiedersehen im Jahr 2023!

Pink Pearls in Datteln

Frühjahrswettkämpfe der Rennsportler: Marathon-DM und Regatta Essen

Meister und Vizemeistertitel für Julian Schmiech im Kanu-Marathon

Am 14./15. Mai fanden in Kassel die diesjährigen offenen Deutschen Meisterschaften im Kanu-Marathon statt. Neben Kanuten aus ganz Deutschland nahm auch das Englische Marathon-Nationalteam an der Regatta teil. Julian Schmiech von der TSG Heilbronn ging sowohl am Samstag im Einer-Kajak, wie auch am Sonntag im Zweier-Kajak über die 16 Kilometer lange Strecke an den Start.

Im teilnehmerstärksten Rennen, dem Einer-Kajak der männlichen Jugend, kam es zum erwarteten Zweikampf zwischen Julian Schmiech und seinem Dauerkonkurrenten Vincent Hoiß aus Neuburg. Bereits nach den ersten 1.000 Metern konnten sich die beiden Ausnahmeathleten deutlich vom restlichen Feld absetzen. Im folgenden Rennverlauf schaffte es das Duo, den Vorsprung durch ein hohes Streckentempo immer weiter auszubauen und die durchaus üblichen Rangeleien während der drei Portagen (Laufstrecken, bei denen das Boot getragen werden muss und es auf einen schnellen Aus- und Einstieg ankommt) zu vermeiden. Bei der letzten Portage lief Julian einen kleinen Vorsprung auf seinen Konkurrenten heraus und ging als Erster auf die letzten beiden Kilometer. Vincent konnte sich jedoch wieder an Julian herankämpfen und zog in der geschickt gefahrenen letzten Wende am Heilbronner Kanuten vorbei. Julian konnte nach 15 kräftezehrenden Kilometern den Abstand nur noch verringern und wurde mit knapp zwei Bootslängen Rückstand Deutscher Vizemeister. Die ersten Fahrer des restlichen Feldes hatten zu diesem Zeitpunkt noch mehr als 500 Meter zu paddeln.

Am Sonntag ging Julian mit seinem Würzburger Partner Roan Schulze im Zweier-Kajak für die TSG Heilbronn als Favorit auf die 16 Kilometer-Strecke. Dem Heilbronner Duo konnte bereits am Start kein anderes Boot folgen. Mit einem kräftigen Streckenschlag setzten sich die beiden auf den folgenden Kilometern immer weiter vom restlichen Feld ab und konnten die drei Portagen kontrolliert und sicher absolvieren. Am Ende wurden Julian und Roan ungefährdet in einer hervorragenden Zeit von einer Stunde und 11 Sekunden Deutscher Meister in der Jugendklasse. Der Vorsprung auf das zweitplatzierte Boot aus Rheine betrug am Ende mehr als drei Minuten.

Julian Schmiech (re) im Marathon K2

Sieg von Yannik Pflugfelder bei der Essener Regatta auf der 200m Sprintstrecke

Im April wurde in Essen mit der großen Internationalen Regatta am Baldeneysee die diesjährige Wettkampfsaison der Kanuten eröffnet. Mit vielen Teilnehmern aus dem gesamten Bundesgebiet, Belgien, Italien, Frankreich und den Niederlanden war die Regatta nach einer zweijährigen coronabedingten Zwangspause wieder hochklassig besetzt.

Yannik Pflugfelder, der für die KG Essen an den Start geht konnte auf seinem heimischen Trainingsgewässer seine sehr gute Form unter Beweis stellen und das 200m-Finale der Herren-Leistungsklasse vor seinen Essener Vereinskameraden, die beide zeitgleich über die Ziellinie sprinteten, gewinnen.

Yannik Pflugfelder (re) mit dem Sieg im K1 über 200m

Julian Schmiech hinterließ in der Jugendklasse einen starken Eindruck und schaffte das Kunststück, sämtliche Rennen seiner Altersklasse in Essen zu gewinnen. Trotz starkem Wind und Wellengang erreichte Julian im Einerkajak über 200m souverän das Finale und konnte dieses dann auch mit einem komfortablen Vorsprung von einer Bootslänge vor den Fahrern aus Lünen und Essen gewinnen. Auf seiner Paradedisziplin, dem Einerkajak über 1000m ließ er vom Start an keine Zweifel an seiner Favoritenrolle aufkommen und kam mit einer hervorragenden Zeit von 3:51 Minuten und fast 40m Vorsprung vor dem restlichen Feld als Erster ins Ziel. Beide Rennen wurden zudem im Rahmen des Jugend-Cups der Nationalmannschaft ausgetragen. Julians Chancen auf den Gesamtsieg stehen durch die beiden ersten Plätze bereits jetzt schon sehr gut.

Auch auf der Langstrecke im Einerkajak konnte keiner der 16 weiteren Starter bei Julian mithalten. Nach der Hälfte der Strecke setzte er sich vom Rest des Feldes ab und fuhr seinen dritten Sieg in der Einzeldisziplin ungefährdet nach Hause. In den Mannschaftsbooten ging Julian für die Renngemeinschaft Baden-Württemberg an den Start und konnte sowohl den Zweierkajak wie auch den Viererkajak über 500m vor der starken Konkurrenz aus Nordrhein-Westfalen gewinnen.

Langlaufausfahrt zur Martinskapelle

Auch in diesem Winter waren einige Skiausfahrten geplant. Die Drachenbootpaddler wollten nach Maierhöfen, die Altpaddler hatten Balderschwang auf ihrer Agenda, doch beides wurde coronabedingt abgesagt. Nur das Langlaufwochenende auf der Martinskapelle bei Furtwangen ließen wir uns von Corona nicht nehmen. Eine kleine Gruppe genoss 3 Tage die frische Luft auf den gut präparierten Loipen in 1085m Höhe am oberen Ende des Katzensteiger Tals sowie das gute Essen im Kolmenhof. Das Höhengasthaus mit seiner familiären Atmosphäre beherbergt uns schon seit Jahren und auch für Ende Januar 2023 ist die Reservierung bereits wieder vorgemerkt.  

FunTäStiGs und Pink Pearls – Das Drachenboot läuft wieder …

Gemeinsam mit den Pink Pearls Heilbronn -paddeln gegen Brustkrebs- gelingt es den FunTäStiGs auch unter strengen Coronaauflagen an den meisten Samstagen der Wintersaison um 14:00 Uhr aufs Wasser zu gehen. Gerade in der Wintersaison, wird die Technik der Paddler im Boot verfeinert und erlernt. Das Wintertraining formt die Synchronität des Bootes für die Sommersaison. Hier erwarten uns im Jahr 2022 hoffentlich wieder einige Highlights, wie die Vogalonga in Venedig und der Monkey Jumble in Saarbrücken. Auch Kurzstreckenregatten sind avisiert. Also wer jetzt einsteigt und beginnt, hat die besten Aussichten auf eine ereignisreiche und mit Terminen gespickte Saison Sommer 2022. Es bleibt spannend, was das Jahr bringen wird. Wir sind READY … für das GO.


Vorbereitungen für eine hoffentlich aktivere Paddelsaison sind in vollem Gange

Die Grundlagen für die neue Saison werden im Winter gelegt. Da heißt Kraftzuwachs, Ausdauer und Paddeltechnik steht vermehrt auf dem Trainingsplan.  Kann man dann seine Paddeleinheiten in wärmeren Gefilden absolvieren, ist es doch weit angenehmer als bei manchem Winterwetter mit großer Kälte oder Hochwasser hierzulande. Yannik Pflugfelder befindet sich derzeit für 3 Wochen im sonnigen Florida und absolviert seine Paddeleinheiten bei knapp 20°C in Melbourne am Indian River. Nach dem er seine Masterarbeit so gut wie abgeschlossen hat, kann sich der 24-jährige, der bei der KG Essen trainiert, voll und ganz auf die Qualifikationsrennen für die A-Nationalmannschaft konzentrieren, die im April auf der Regattabahn in Duisburg stattfinden.

Yannik Pflugfelder im Trainingslager in Florida

Die beiden Junioren Julian Schmiech und Hektor Thim waren zu einem Grundlagenausdauerlehrgang mit dem Baden-Württembergischen Kanuverband beim Langlaufen auf dem Herzogenhorn am Feldberg.  Das Leistungszentrum liegt auf ca. 1300 Metern Höhe und ist der ideale Ort zur Vorbereitung für die anstehende Wettkampfsaison. Die Paddellehrgänge werden an den Landesstützpunkten in Karlsruhe und Mannheim absolviert. Beide gehen im Juniorenbereich an den Start. Welche Wettkämpfe stattfinden, steht momentan noch nicht fest. Hier wird man die Entwicklung der Corona-Zahlen abwarten müssen. Ziel der beiden ist es auf jeden Fall auf Süddeutscher Ebene ganz vorne dabei zu sein und auch bei den Deutschen Meisterschaften in die Finalläufe zu kommen. 

Nico Rolof, der ebenfalls dem BW Kader angehört, geht in sein erstes Jugendjahr. Gespannt darf man sein, wie er den Sprung von der Schülerklasse in die höhere Altersklasse bewerkstelligt. Sollte er den momentanen Ehrgeiz und Trainingseifer beibehalten, so wird er auch in der kommenden Saison in der Jugendklasse erfolgreiche Rennen absolvieren können.

Nico Roloff beim Krafttraining

Im Schüler- und Nachwuchsbereich konnte aufgrund von Corona leider kein regelmäßiges Hallen-Training stattfinden. Hier hoffen wir auf das Frühjahr und sind sehr optimistisch, dass wir sobald die Zeitumstellung erfolgt, wieder mit dem konstanten Paddeltraining loslegen können.

Gruppenbild unserer Freizeitpaddler beim Wintertraining im Kraftraum

Dritter Platz bei den Deutschen Kanumarathon-Meisterschaften für Julian Schmiech

Nach einer erfolgreichen Saison auf der Kurzstrecke startete Julian Schmiech mit seinem Mannheimer Zweier-Partner Tim Schütz erstmals bei den Deutschen Meisterschaften im Kanu-Marathon in Rheine an der Ems. Obwohl die Strecke coronabedingt auf 10,3 Km verkürzt wurde, stellte sie aufgrund der beiden Portagen (Zwischenstrecken, auf denen mit dem Boot ca. 200m gelaufen werden muss) und einer ziemlich „körperbetonten“ Fahrweise eine größere Herausforderung für die beiden Kurzstrecken-Spezialisten dar.

Nach einem guten Start erkämpften sich der TSG Kanute und Tim einen Platz in der sechs Boote umfassenden Führungsgruppe und konnten diesen auf den ersten kampfbetonten drei Kilometern verteidigen. An der ersten Portage kamen alle sechs Boote zeitgleich an und jeder versuchte sich durch ein geschicktes Aussteigen und das schnelle Absolvieren der Laufstrecke einen Vorsprung zu verschaffen. Trotz einer Kollision mit dem starken Boot aus Lünen, stiegen Julian und Tim als Vierter wieder ins Boot und setzten sich mit den Athleten aus Lünen, Emsdetten und dem Saarland vom Rest des Feldes ab. Die zweite und letzte Portage war nochmals hart umkämpft. Hier setzten sich die erfahrenen Marathonprofis aus dem Saarland und Emsdetten durch und gingen mit einem deutlichen Vorsprung auf die letzten beiden Kilometer des Rennens. Julian und Tim konnten das Lünener Boot mit einem hervorragenden Endspurt zwar noch abschütteln, kamen aber nicht mehr an die beiden führenden Boote heran. Ein ausgezeichneter dritter Platz im teilnehmerstärksten Feld auf den Deutschen Meisterschaften war dann auch der gelungene Abschluss einer langen und anstrengenden Wettkampfsaison 2021.

Julian Schmiech wird dritter im K2. Hintermann im gelben Trikot.