Süddeutsche Meisterschaften Kanu-Rennsport 2022

Am letzten Wochenende fanden in Mannheim-Sandhofen unter perfekten Wettkampfbedingungen die diesjährigen Süddeutschen Meisterschaften im Kanurennsport statt. Unter den 37 teilnehmenden Vereinen waren auch die Unterländer Kanurennsportler*innen von der TSG Heilbronn, Union Böckingen und Sport-Union Neckarsulm am Start und zeigten in allen Altersklassen sehr gute Leistungen.

Sechs Wochen vor den nationalen Titelkämpfen stellte Julian Schmiech von der TSG Heilbronn seine anhaltend gute Form unter Beweis und konnte in der Jugendklasse zwei Meister-, sowie drei Vizemeistertitel erringen. Im Einerkajak über 1.000 m, wie auch über 5.000 m war wieder einmal nur der Neuburger Vincent Hoiß etwas schneller. Dafür revanchierte sich Julian in den Mannschaftswettbewerben. Im Zweierkajak über 1.000 m wurde er zusammen mit seinem ukrainischen Partner Marko Klass nach einem offensiv gefahrenen Rennen unangefochten Süddeutscher Meister. Nichts anbrennen lies er auch im Zweierkajak über 500 m mit Jaron Schulz aus Koblenz. Bereits am Start setzten sich die beiden Athleten vom restlichen Feld ab und konnten Ihren Vorsprung im Ziel auf mehr als eine Bootslänge ausbauen. Den erwarteten Sieg konnte Julian im Viererkajak über 500 m nicht einfahren und wurde mit nur 5/100 Sekunden Rückstand im Boot der Renngemeinschaft Baden-Württemberg Vizemeister.

Julian Schmiech im K1

Im Nachwuchsbereich machten sich für Luis Scheu und Fabian Schmiech von der TSG Heilbronn die absolvierten Trainingskilometer mit dem Sieg im Zweierkajak über 500 m in der Altersklasse 10 bezahlt. Im Einerkajak wurde Luis Dritter und Fabian Zweiter. Zudem konnte Fabian über die Langstrecke noch die Bronzemedaille gewinnen.

Im Zweier erfolgreich: Fabian Schmiech und Luis Scheu

Saskia Forbriger von der Union Böckingen präsentierte sich ebenfalls in guter Form und belegte im Kajak-Einer der Damen Junioren über 200 m, wie auch über 1.000 m jeweils einen hervorragenden dritten Platz. Im Zweierkajak über 500 m siegte sie mit ihrer Partnerin Juliane Stein vor dem zweiten Boot der RG Baden-Württemberg.

Bei den Herren Junioren erkämpfte sich Hektor Thim von der Sport-Union Neckarsulm im Einerkajak über 200 m den dritten Platz. Im Zweierkajak über die gleiche Distanz belegte er, wie auch im Viererkajak über 1.000 m den zweiten Platz.

Gold für 135 km Paddeln auf der Weser

Ist das nicht etwas verrückt so lange zu paddeln? Laut Ulf Borschinsky und Axel Schönherr von der TSG Heilbronn ganz und gar nicht. Jedes Jahr Anfang Mai findet der Wesermarathon zwischen Hannoversch Münden und Hameln statt. Das sind 135 km für die längste Strecke. Es geht auch kürzer, je nachdem, welches Ziel die Paddler verfolgen: Bronze, Silber oder Gold.

Ulf und Axel haben es dieses Jahr mit ihren Wanderkanadiern nach rund 14 Stunden geschafft, Rennkanuten – zum Vergleich- schaffen es auch hin und wieder in 11 Stunden. Zum 5. Mal paddelt Ulf schon diesen Marathon und ist immer wieder begeistert von der schönen Landschaft, die den einen oder anderen Schmerz am Körper einfach ignorieren hilft.

Morgens um 6 Uhr ist der offizielle Start am Wesersteig, danach geht es erst eine Weile durch den dichten Frühnebel. Wenn der sich lichtet, wird entlang an grünen Uferwiesen und blühenden Rapsfeldern gepaddelt. Um diese Zeit grasen zu jedermanns Freude die neugeborenen Lämmer am Ufer. Der abwechslungsreiche Ausblick vom Boot ist die große Motivation für beide Wanderpaddler.

Als Vorbereitung für so eine lange Strecke, ist auf jeden Fall regelmäßiges Training notwendig. Am besten ist es vorab mindestens 5 Stunden am Stück paddeln zu üben.

Außerdem ist ein Boot notwendig, in dem man lange sitzen kann, und dass eine gewisse Grundgeschwindigkeit ermöglicht. Essen und Trinken – möglichst stündlich – erledigten die beiden Wanderpaddler während der Fahrt, sonst geht zu viel Zeit verloren.

Laut Ulf und Axel lohnt sich diese Qual, denn die Weser ist ein wunderschöner Fluss. Es bereitete beiden einfach große Freude und viel Spaß.             

Axel und Ulf absolvieren den Wesermarathon

 

                                             

Unsere Drachenbootler in Venedig und Datteln

FunTäStiGs in Venedig

Nach langer Abstinenz waren die FunTäStiGs 2022 mal wieder unterwegs. Venedig stand seit Herbst im Fokus und wurde im Juni umgesetzt. Die Vogalonga (das lange Ruder)- einst eine Demonstation der Gondoliere gegen die motorisierten Wassertaxis- war unser Ziel.

Eine Wanderfahrt von Kajaks, Ruder- und Drachenbooten – startberechtigt sind nur Boote bzw. Wasserfahrzeuge, die mit reiner Muskelkraft fortbewegt werden – mit Start am Markusplatz, dann über den Canal di San Marco vorbei an den Inseln Vignole und Sant’Erasmo. Nach der Insel Burano geht es links ab und nach längerer Fahrt durch die Lagune geht es durch den Kanal der Glasbläserinsel Murano. Über den Canal Grande führt die Fahrt unter der prächtigen Kulisse der mächtigen Rialtobrücke hindurch zurück zum Markusplatz.

Insgesamt waren 1.800 Boote mit 8.000 Teilnehmer am Start. Die gesamte Strecke, die wir vom Einstieg bis Ausstieg zurückgelegt haben waren 47 km. Die hochmotivierte Mannschaft hat alles gegeben. Ein Tag mit viel Wellen, Sonne und vor allem Spaß und Teamgeist ließ manch einen am Abend noch wankend vom Seegang in die für uns reservierte Pizzeria einkehren. Ein Erlebnis der ganz besonderen Art ist die Vogalonga und ja – man wird zum Wiederholungstäter. Vogalonga 2023 mach dich bereit – wir kommen wieder.

FunTäStiGs Team Vogalonga 2022

PinkPearls zur Wanderfahrt in Datteln

Vom 10. – 12. Juni fand die inzwischen 5. Wanderfahrt der Pink Paddler (Paddeln gegen Brustkrebs) des Deutschen Kanu-Verbandes statt. Nach zweijähriger Coronapause sind 11 Frauen der Pink Pearls aus Heilbronn der Einladung des KEL Kanuten Emscher-Lippe Datteln e. V zur Wanderfahrt gefolgt. Bei vielen Pink Paddlern war die Lust auf ein Zusammentreffen ebenfalls riesig und so trafen sich insgesamt 120 Teilnehmer*innen aus mehr als 10 Pink-Gruppen aus Deutschland.

Unter dem Motto „Ruhrpott“ war das liebevoll und vielseitig gestaltete Programm in eine Nacht-, Früh- und Mittagschicht unterteilt.
Nach einer ersten Begrüßung am Freitagabend und einem gemeinsamen Abendessen sind wir die Nachtschicht um 22 Uhr zu einer beeindruckend stimmungsvollen Nachtfahrt auf dem Wesel-Datteln-Kanal gestartet. Am Samstag ging es dann in der Frühschicht nach einem gemeinsamen Frühstück in sechs buntgemischten Drachenbooten vorbei an der Industriekultur des Ruhrgebietes.

Nirgendwo sonst treffen vier so bedeutende Wasserstraßen/Schifffahrtswege aufeinander wie hier in Datteln: in Nord-Süd-Richtung der Dortmund-Ems-Kanal mit seinen zwei Armen nach Dortmund und zur Nordsee, der Rhein-Herne-Kanal in Richtung Duisburg, der Datteln-Hamm-Kanal und der Wesel-Datteln-Kanal.
Nach einer Wellenfahrt über das Dattelner Meer (so heißt die Wasserfläche der Stadt, wo Wesel-Datteln- und Dortmund-Ems-Kanal zusammentreffen)
wurden wir am Schleusenpark Henrichenburg von einem Bergmannschor in Empfang genommen.

Zum Abschluss wurden wir am Samstagabend vom Team des KEL noch einmal verwöhnt und nach einem gemeinsamen Abendessen gab es die Möglichkeit zum Austausch und Knüpfen neuer Kontakte. Am Sonntag ging es dann wieder mit der Bahn zurück – im Gepäck viele schöne Erinnerungen mit wunderbaren Begegnungen. Wir freuen uns auf die nächste Wanderfahrt und ein gesundes Wiedersehen im Jahr 2023!

Pink Pearls in Datteln

Frühjahrswettkämpfe der Rennsportler: Marathon-DM und Regatta Essen

Meister und Vizemeistertitel für Julian Schmiech im Kanu-Marathon

Am 14./15. Mai fanden in Kassel die diesjährigen offenen Deutschen Meisterschaften im Kanu-Marathon statt. Neben Kanuten aus ganz Deutschland nahm auch das Englische Marathon-Nationalteam an der Regatta teil. Julian Schmiech von der TSG Heilbronn ging sowohl am Samstag im Einer-Kajak, wie auch am Sonntag im Zweier-Kajak über die 16 Kilometer lange Strecke an den Start.

Im teilnehmerstärksten Rennen, dem Einer-Kajak der männlichen Jugend, kam es zum erwarteten Zweikampf zwischen Julian Schmiech und seinem Dauerkonkurrenten Vincent Hoiß aus Neuburg. Bereits nach den ersten 1.000 Metern konnten sich die beiden Ausnahmeathleten deutlich vom restlichen Feld absetzen. Im folgenden Rennverlauf schaffte es das Duo, den Vorsprung durch ein hohes Streckentempo immer weiter auszubauen und die durchaus üblichen Rangeleien während der drei Portagen (Laufstrecken, bei denen das Boot getragen werden muss und es auf einen schnellen Aus- und Einstieg ankommt) zu vermeiden. Bei der letzten Portage lief Julian einen kleinen Vorsprung auf seinen Konkurrenten heraus und ging als Erster auf die letzten beiden Kilometer. Vincent konnte sich jedoch wieder an Julian herankämpfen und zog in der geschickt gefahrenen letzten Wende am Heilbronner Kanuten vorbei. Julian konnte nach 15 kräftezehrenden Kilometern den Abstand nur noch verringern und wurde mit knapp zwei Bootslängen Rückstand Deutscher Vizemeister. Die ersten Fahrer des restlichen Feldes hatten zu diesem Zeitpunkt noch mehr als 500 Meter zu paddeln.

Am Sonntag ging Julian mit seinem Würzburger Partner Roan Schulze im Zweier-Kajak für die TSG Heilbronn als Favorit auf die 16 Kilometer-Strecke. Dem Heilbronner Duo konnte bereits am Start kein anderes Boot folgen. Mit einem kräftigen Streckenschlag setzten sich die beiden auf den folgenden Kilometern immer weiter vom restlichen Feld ab und konnten die drei Portagen kontrolliert und sicher absolvieren. Am Ende wurden Julian und Roan ungefährdet in einer hervorragenden Zeit von einer Stunde und 11 Sekunden Deutscher Meister in der Jugendklasse. Der Vorsprung auf das zweitplatzierte Boot aus Rheine betrug am Ende mehr als drei Minuten.

Julian Schmiech (re) im Marathon K2

Sieg von Yannik Pflugfelder bei der Essener Regatta auf der 200m Sprintstrecke

Im April wurde in Essen mit der großen Internationalen Regatta am Baldeneysee die diesjährige Wettkampfsaison der Kanuten eröffnet. Mit vielen Teilnehmern aus dem gesamten Bundesgebiet, Belgien, Italien, Frankreich und den Niederlanden war die Regatta nach einer zweijährigen coronabedingten Zwangspause wieder hochklassig besetzt.

Yannik Pflugfelder, der für die KG Essen an den Start geht konnte auf seinem heimischen Trainingsgewässer seine sehr gute Form unter Beweis stellen und das 200m-Finale der Herren-Leistungsklasse vor seinen Essener Vereinskameraden, die beide zeitgleich über die Ziellinie sprinteten, gewinnen.

Yannik Pflugfelder (re) mit dem Sieg im K1 über 200m

Julian Schmiech hinterließ in der Jugendklasse einen starken Eindruck und schaffte das Kunststück, sämtliche Rennen seiner Altersklasse in Essen zu gewinnen. Trotz starkem Wind und Wellengang erreichte Julian im Einerkajak über 200m souverän das Finale und konnte dieses dann auch mit einem komfortablen Vorsprung von einer Bootslänge vor den Fahrern aus Lünen und Essen gewinnen. Auf seiner Paradedisziplin, dem Einerkajak über 1000m ließ er vom Start an keine Zweifel an seiner Favoritenrolle aufkommen und kam mit einer hervorragenden Zeit von 3:51 Minuten und fast 40m Vorsprung vor dem restlichen Feld als Erster ins Ziel. Beide Rennen wurden zudem im Rahmen des Jugend-Cups der Nationalmannschaft ausgetragen. Julians Chancen auf den Gesamtsieg stehen durch die beiden ersten Plätze bereits jetzt schon sehr gut.

Auch auf der Langstrecke im Einerkajak konnte keiner der 16 weiteren Starter bei Julian mithalten. Nach der Hälfte der Strecke setzte er sich vom Rest des Feldes ab und fuhr seinen dritten Sieg in der Einzeldisziplin ungefährdet nach Hause. In den Mannschaftsbooten ging Julian für die Renngemeinschaft Baden-Württemberg an den Start und konnte sowohl den Zweierkajak wie auch den Viererkajak über 500m vor der starken Konkurrenz aus Nordrhein-Westfalen gewinnen.

Langlaufausfahrt zur Martinskapelle

Auch in diesem Winter waren einige Skiausfahrten geplant. Die Drachenbootpaddler wollten nach Maierhöfen, die Altpaddler hatten Balderschwang auf ihrer Agenda, doch beides wurde coronabedingt abgesagt. Nur das Langlaufwochenende auf der Martinskapelle bei Furtwangen ließen wir uns von Corona nicht nehmen. Eine kleine Gruppe genoss 3 Tage die frische Luft auf den gut präparierten Loipen in 1085m Höhe am oberen Ende des Katzensteiger Tals sowie das gute Essen im Kolmenhof. Das Höhengasthaus mit seiner familiären Atmosphäre beherbergt uns schon seit Jahren und auch für Ende Januar 2023 ist die Reservierung bereits wieder vorgemerkt.  

FunTäStiGs und Pink Pearls – Das Drachenboot läuft wieder …

Gemeinsam mit den Pink Pearls Heilbronn -paddeln gegen Brustkrebs- gelingt es den FunTäStiGs auch unter strengen Coronaauflagen an den meisten Samstagen der Wintersaison um 14:00 Uhr aufs Wasser zu gehen. Gerade in der Wintersaison, wird die Technik der Paddler im Boot verfeinert und erlernt. Das Wintertraining formt die Synchronität des Bootes für die Sommersaison. Hier erwarten uns im Jahr 2022 hoffentlich wieder einige Highlights, wie die Vogalonga in Venedig und der Monkey Jumble in Saarbrücken. Auch Kurzstreckenregatten sind avisiert. Also wer jetzt einsteigt und beginnt, hat die besten Aussichten auf eine ereignisreiche und mit Terminen gespickte Saison Sommer 2022. Es bleibt spannend, was das Jahr bringen wird. Wir sind READY … für das GO.


Vorbereitungen für eine hoffentlich aktivere Paddelsaison sind in vollem Gange

Die Grundlagen für die neue Saison werden im Winter gelegt. Da heißt Kraftzuwachs, Ausdauer und Paddeltechnik steht vermehrt auf dem Trainingsplan.  Kann man dann seine Paddeleinheiten in wärmeren Gefilden absolvieren, ist es doch weit angenehmer als bei manchem Winterwetter mit großer Kälte oder Hochwasser hierzulande. Yannik Pflugfelder befindet sich derzeit für 3 Wochen im sonnigen Florida und absolviert seine Paddeleinheiten bei knapp 20°C in Melbourne am Indian River. Nach dem er seine Masterarbeit so gut wie abgeschlossen hat, kann sich der 24-jährige, der bei der KG Essen trainiert, voll und ganz auf die Qualifikationsrennen für die A-Nationalmannschaft konzentrieren, die im April auf der Regattabahn in Duisburg stattfinden.

Yannik Pflugfelder im Trainingslager in Florida

Die beiden Junioren Julian Schmiech und Hektor Thim waren zu einem Grundlagenausdauerlehrgang mit dem Baden-Württembergischen Kanuverband beim Langlaufen auf dem Herzogenhorn am Feldberg.  Das Leistungszentrum liegt auf ca. 1300 Metern Höhe und ist der ideale Ort zur Vorbereitung für die anstehende Wettkampfsaison. Die Paddellehrgänge werden an den Landesstützpunkten in Karlsruhe und Mannheim absolviert. Beide gehen im Juniorenbereich an den Start. Welche Wettkämpfe stattfinden, steht momentan noch nicht fest. Hier wird man die Entwicklung der Corona-Zahlen abwarten müssen. Ziel der beiden ist es auf jeden Fall auf Süddeutscher Ebene ganz vorne dabei zu sein und auch bei den Deutschen Meisterschaften in die Finalläufe zu kommen. 

Nico Rolof, der ebenfalls dem BW Kader angehört, geht in sein erstes Jugendjahr. Gespannt darf man sein, wie er den Sprung von der Schülerklasse in die höhere Altersklasse bewerkstelligt. Sollte er den momentanen Ehrgeiz und Trainingseifer beibehalten, so wird er auch in der kommenden Saison in der Jugendklasse erfolgreiche Rennen absolvieren können.

Nico Roloff beim Krafttraining

Im Schüler- und Nachwuchsbereich konnte aufgrund von Corona leider kein regelmäßiges Hallen-Training stattfinden. Hier hoffen wir auf das Frühjahr und sind sehr optimistisch, dass wir sobald die Zeitumstellung erfolgt, wieder mit dem konstanten Paddeltraining loslegen können.

Gruppenbild unserer Freizeitpaddler beim Wintertraining im Kraftraum

Dritter Platz bei den Deutschen Kanumarathon-Meisterschaften für Julian Schmiech

Nach einer erfolgreichen Saison auf der Kurzstrecke startete Julian Schmiech mit seinem Mannheimer Zweier-Partner Tim Schütz erstmals bei den Deutschen Meisterschaften im Kanu-Marathon in Rheine an der Ems. Obwohl die Strecke coronabedingt auf 10,3 Km verkürzt wurde, stellte sie aufgrund der beiden Portagen (Zwischenstrecken, auf denen mit dem Boot ca. 200m gelaufen werden muss) und einer ziemlich „körperbetonten“ Fahrweise eine größere Herausforderung für die beiden Kurzstrecken-Spezialisten dar.

Nach einem guten Start erkämpften sich der TSG Kanute und Tim einen Platz in der sechs Boote umfassenden Führungsgruppe und konnten diesen auf den ersten kampfbetonten drei Kilometern verteidigen. An der ersten Portage kamen alle sechs Boote zeitgleich an und jeder versuchte sich durch ein geschicktes Aussteigen und das schnelle Absolvieren der Laufstrecke einen Vorsprung zu verschaffen. Trotz einer Kollision mit dem starken Boot aus Lünen, stiegen Julian und Tim als Vierter wieder ins Boot und setzten sich mit den Athleten aus Lünen, Emsdetten und dem Saarland vom Rest des Feldes ab. Die zweite und letzte Portage war nochmals hart umkämpft. Hier setzten sich die erfahrenen Marathonprofis aus dem Saarland und Emsdetten durch und gingen mit einem deutlichen Vorsprung auf die letzten beiden Kilometer des Rennens. Julian und Tim konnten das Lünener Boot mit einem hervorragenden Endspurt zwar noch abschütteln, kamen aber nicht mehr an die beiden führenden Boote heran. Ein ausgezeichneter dritter Platz im teilnehmerstärksten Feld auf den Deutschen Meisterschaften war dann auch der gelungene Abschluss einer langen und anstrengenden Wettkampfsaison 2021.

Julian Schmiech wird dritter im K2. Hintermann im gelben Trikot.

Die FunTäStiGs erfreuen sich an Zuwachs und starteten bei virtuellen Monkey Jumble

Die Saison 2021 war von besonderem Erfolg gekrönt. Wir konnten einige neue Mitglieder gewinnen, die den Spaß am Teamsport – dem Drachenboot Sport – für sich entdeckt haben. Da keine Regatten stattfanden, war genug Zeit, unsere neuen Drachenbootreiter gut ein- und anzulernen. Die verjüngte und motivierte Mann-/Frauschaft ist guter Dinge, dass es auch den Winter hinweg möglich sein wird, auf dem Wasser trainieren können.

Zum Abschluss der Saison gab es dann doch noch ein Langstreckenrennen, den „Monkey Jumble,“ der normalerweise in Saarbrücken ausgetragen wird. Hier starteten zur gleichen Zeit über 60 Boote – jedoch nochmals wie in 2020 auf ihren Heimatflüssen- virtuell begleitet. Gewinner war, wer in 45 Minuten die meisten Kilometer sammeln konnte,

Die FunTäStiGs beim virtuellen Monkey Jumble

Wir waren sehr zufrieden mit unserer Leistung. Das Boot lief gut und gleichmäßig. Nun bauen wir darauf, dass im Jahr 2022 wieder auf vielen Regatten gemeinsam mit den anderen Drachenbooten gestartet wird und wir co2 in Flüsse, Seen und evtl. ins Meer peitschen dürfen. Die nächsten Termine wie Halloween paddeln und Nikolausfahrt werden uns die Zeit bis Weihnachten verkürzen.

                                                                                                            Elke Simon

Baden-Würrtembergische Meisterschaften im Rennsport und SUP

Auch bei den Baden-Württembergische Meisterschaften zum Saisonabschluss in Karlsruhe waren unsere beiden Jugend-Kadersportler erwartungsgemäß ganz vorne mit dabei. Julian Schmiech stand im Einer in der AK 15 gleich zweimal ganz oben auf dem Treppchen nämlich über 500 und 1.000m. Auf der 200m Distanz erreichte er die Silbermedaille. Ebenfalls im Einer stand Hektor Thim (Jugend AK 16) zweimal auf dem Treppchen – auf 200m wurde er Zweiter, auf 500m Dritter. Erfreulich auch der 4. Rang von Benedikt Breitenbach im Einer über 200m. Im K2 über 500m gab es für Julian Schmiech mit Partner Emil Flohr aus Mannheim nochmals eine weitere Silbermedaille vor Hektor Thim, der mit dem Karlsruher Lukas Schneider an den Start ging.

Im Karlsruher Rheinhafen waren auch unsere Jüngsten am Start. In der Alterklasse Schüler C erkämpften sich Fabian Schmiech und Luis Scheu im K4 mit ihren Neckarsulmer Partnern ebenfalls Silber. Im Einer auf 300m in der AK 9 wurden Fabian 4. und Luis 5.

Erfolgreich bei den BW-Meisterschaften: Luis Scheu und Fabian Schmiech

Auch unsere weiblichen Schüler B Carlotta Breitenbach und Lilli Scheu waren erfolgreich und konnten ihren Lauf im K2 über 500m gewinnen.

Stand-up-Paddling:

Am 12. September veranstaltete der WSN Calw auf der Nagoldsperre die diesjährigen Baden-Württembergischen Meisterschaften im Stand-up-Paddling. Von der TSG war Kai Bauer erfolgreich: im Sprint über die 200m erreichte er im Finale Platz 2. Auf der Langstrecke über 4 km ging er bei den Amateuren an den Start und konnte diese überlegen gewinnen. Herzlichen Glückwunsch zum Meistertitel.

Kai Bauer: BW-Meister im SUP 2021

4xGold für Heilbronner Kanuten bei den Deutschen Meisterschaften der Rennkanuten in Hamburg

Unter strengen CORONA-Auflagen fanden letzte Woche auf der Regattabahn in HamburgAllermöhe die 100. Deutschen Meisterschaften der Rennkanuten statt. Die HeilbronnerRennkanuten gewannen erfreulicherweise in verschiedenen Altersklassen vier Deutsche Meistertitel und erreichten zahlreiche Topplatzierungen in den Finalläufen.

In der Leistungsklasse der Herren gelang Yannik Pflugfelder, der am Bundesstützpunkt in Essen trainiert, im K4 der Renngemeinschaft Nordrhein-Westfalen mit dem Olympiasieger Max Rendschmidt, dem Olympiazweiten Max Hoff und Tobias-Pascal Schultz klar der Sieg über die olympische 500m Distanz vor dem Vierer des Kanu Club Potsdams und dem Quartett von der Renngemeinschaft Sachsen mit Olympiasieger Tom Liebscher. Die 2. Goldmedaille erzielte der 24-jährige Heilbronner Kanute auf der 1.000m Strecke ebenfalls im K4 der Renngemeinschaft NRW auf der 1.000m Strecke mit Max Hoff, Tobias Pascal Schultz und Nico Paufler. Mit letzterem gelang ihm im K2 über die 1.000m Strecke mit dem Gewinn der Bronzemedaille nochmals den Sprung aufs Treppchen.

Zwei DM-Titel im Viererkajak für Yannik Pflugfelder (gelb – links)

In der Juniorenklasse war Jonathan Breitenbach (TSG Heilbronn) im Boot der Renngemeinschaft Baden-Württemberg zusammen mit Paul Grosser, Nicola Hönninger und Christoph Kramer (alle aus Karlsruhe) auf der 1.000m Distanz nicht zu schlagen und gewann überlegen Gold. Mit Platz 4 im K2 über 1.000m verpasste er mit seinem Zweierpartner Raphael Richter ebenfalls aus Karlsruhe knapp den Podestplatz. 

Starke Leistungen über 1000m: Jonathan Breitenbach – Deutscher Meister

Der 4. Meistertitel ging in der Schüler-A Klasse (AK13/14) an den TSG-Kanuten Nico Rolof. Im K4 der Renngemeinschaft Baden-Württemberg in Besetzung Rolof, Lemp, Schütz, Schuler holten sich die 4 Kanuten über 500m hauchdünn mit nur einer Hundertstelsekunde vor dem Boot der Brandenburger Adler den Meistertitel. Darüber hinaus erzielte Nico im Zweier über die 500m Distanz im A-Finallauf Rang 8.

Der baden-württembergische K4 der Schüler A gewinnt mit Nico Rolof von der TSG (2. v. links) den DM Titel

Eine Vizemeisterschaft gewann in seinem 2. Jahr in der Jugendklasse Hektor Thim von der Neckarsulmer Sportunion ebenfalls in einem K4 der Renngemeinschaft BW (mit Jaron Schulz, Marvin Werner und Lukas Schneider) über 500m. Über die gleiche Distanz erreichte er mit Tim Schütz (Mannheim) das A-Finale und wurde dort 6.

Julian Schmiech (TSG Heilbronn) fuhr in seinem ersten Jugendjahr über die 1.000m Strecke ins A-Finale und erreichte nach einem starken Rennen einen achtbaren 6. Platz. Auch im K2 über 1.000m erreichte er mit Mannheimer Tim Schütz das A-Finale und belegte abschließend Rang 9.

Um nicht ganz 3/zehntel verpasste Leander Köszeghy (SV Union Böckingen) im Zweier-Canadier über 1.000m mit Vince Varallyai (Karlsruhe) in der Juniorenklasse die Bronzemedaille. Lange auf dem Bronzerang liegend mussten sie sich kurz vor Schluss noch dem C2 von der Renngemeinschaft aus NRW geschlagen geben. Auch im C2 mit Varallyai über die 500m und im C1 über die 1.000m war er im A-Finale vertreten und belegte hier abschließend Platz 5 bzw. Platz 9.

Knapp an Bronze vorbei: Leander Köszeghy